Stoßwellentherapie in Wien

Hartnäckige Schmerzen an einer Sehne bessern sich oft nicht allein durch Schonung. Die Stoßwellentherapie ist ein Verfahren ohne Schnitt und ohne Medikament, das ich fokussiert und radial einsetze — dort, wo Sehnen und Sehnenansätze an Ellbogen, Schulter und Hand gereizt sind.

Kurz gesagt

Die Stoßwellentherapie (ESWT) leitet energiereiche Druckwellen von außen durch die Haut in gereiztes Sehnengewebe. Der mechanische Reiz soll dort Durchblutung und Stoffwechsel anregen und Umbauvorgänge in Sehne und Kalkdepot in Gang setzen. Ich setze sie vor allem bei Kalkschulter, Tennis- und Golferarm und bei Sehnenansatzreizungen an Schulter und Ellbogen ein. Behandelt wird ambulant, ohne Betäubung und in mehreren Sitzungen. Ob das Verfahren passt, entscheide ich nach Untersuchung und Ultraschall.

Was ist die Stoßwellentherapie?

Stoßwellen sind kurze, energiereiche Druckwellen — mechanische Schallwellen, die ein Gerät außerhalb des Körpers erzeugt. Über einen Applikator und ein Kontaktgel gelangen sie durch die Haut in das Gewebe und treffen dort auf Sehnen, Sehnenansätze und Kalkeinlagerungen. Der mechanische Reiz soll Durchblutung und Stoffwechsel anregen und Reparaturvorgänge in einem Gewebe anstoßen, das aus eigener Kraft nicht mehr in Gang kommt.

Fokussiert oder radial — der Unterschied

Beide Formen setze ich ein. Sie unterscheiden sich darin, wo ihre Energie ankommt:

  • Fokussierte Stoßwelle — die Energie wird auf einen Punkt in einer bestimmten Tiefe gebündelt und erreicht damit tiefer liegende Strukturen, etwa ein Kalkdepot in der Rotatorenmanschette. Den Zielpunkt lege ich im Ultraschall fest.
  • Radiale Stoßwelle — die Druckwelle breitet sich vom Applikatorkopf kugelförmig aus. Ihre Energie ist unter der Haut am höchsten und nimmt in die Tiefe ab; das passt zu oberflächennahen Sehnenansätzen und zur umgebenden Muskulatur.

Welche Form ich wähle, hängt vom Befund ab. Innerhalb einer Serie lassen sich beide kombinieren.

Wobei sie hilft

Die Stoßwelle ist kein Allzweckmittel. Sie kommt dort zum Einsatz, wo das Problem in der Sehne oder an ihrem Knochenansatz sitzt und die Beschwerden länger bestehen:

  • Kalkschulter (Tendinitis calcarea) — Kalkeinlagerung in einer Sehne der Rotatorenmanschette, im Ultraschall gut darstellbar und gezielt anzusteuern.
  • Tennisarm und Golferarm (Epicondylitis lateralis und medialis) — gereizter Sehnenansatz außen oder innen am Ellbogen, meist nach beruflicher oder sportlicher Überlastung.
  • Sehnenansatzreizungen (Insertionstendinopathien) an Schulter und Ellbogen, wenn Schonung und Physiotherapie nicht ausgereicht haben.

Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern und die Sehne wieder belastbarer zu machen. Allein steht die Stoßwelle dabei selten: Je nach Befund kombiniere ich sie mit Physiotherapie, ultraschallgestützter Infiltration, der Eigenblut-Therapie (PRP) oder der Magnetfeldtherapie. Alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten im Überblick.

Wie eine Behandlung abläuft

Vor der ersten Sitzung

Bevor ich die Stoßwelle einsetze, muss der Befund stehen. Ich frage nach Verlauf und Belastung und untersuche Sie klinisch. Im Ultraschall, der mir in der Ordination zur Verfügung steht, beurteile ich Sehne, Schleimbeutel und Kalkdepot in Bewegung und lege den Zielpunkt für die Behandlung fest. Reicht das zur Einordnung nicht aus, veranlasse ich eine Röntgenaufnahme oder ein MRT außer Haus.

Die Sitzung selbst

Sie sitzen oder liegen, der Arm wird entspannt gelagert. Nach dem Kontaktgel setze ich den Applikator auf und suche den druckschmerzhaften Punkt; Ihre Rückmeldung hilft mir dabei. Dann steigere ich die Intensität schrittweise. Die Empfindung wird meist als Klopfen oder Pochen beschrieben, über gereiztem Gewebe auch als Stechen — angenehm ist das nicht, in aller Regel aber gut auszuhalten.

Danach und im weiteren Verlauf

Sie verlassen die Ordination ohne Verband. Eine Rötung oder eine vorübergehende Verstärkung der Beschwerden am Behandlungstag ist möglich und klingt von selbst ab. Behandelt wird in mehreren Sitzungen mit Abstand dazwischen. Begleitend ist ein Übungsprogramm wichtig — Physiotherapie und Trainingstherapie gibt es im Orthozentrum Döbling im Haus.

Grenzen der Methode

Die Stoßwelle wirkt nicht bei jeder Person gleich gut. Gut untersucht ist sie bei der Kalkschulter und beim Tennisarm; bei anderen Bildern ist die Studienlage dünner, und ich sage Ihnen das offen. Wo eine strukturelle Schädigung vorliegt — ein durchgehender Sehnenriss, ein eingeengter Nerv, eine fortgeschrittene Arthrose —, braucht es eine andere Behandlung, mitunter einen arthroskopischen Eingriff.

Nicht angewendet wird die Stoßwelle bei einer Gerinnungsstörung oder unter blutverdünnender Medikation, bei einer akuten Infektion oder einer Tumorerkrankung im Behandlungsgebiet und in der Schwangerschaft. Über Wachstumsfugen bei Kindern und Jugendlichen sowie über größeren Nerven- und Gefäßverläufen behandle ich nicht.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Ob die Stoßwellentherapie für Sie infrage kommt, entscheide ich gemeinsam mit Ihnen nach Untersuchung und Befund.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Stoßwellentherapie

Ein Gerät erzeugt außerhalb des Körpers energiereiche Druckwellen und leitet sie über einen Applikator durch die Haut in das gereizte Gewebe. Der mechanische Reiz soll dort Durchblutung und Stoffwechsel anregen. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und die Sehne wieder belastbarer zu machen.

Die fokussierte Stoßwelle bündelt ihre Energie auf einen Punkt in einer bestimmten Tiefe und erreicht tiefer liegende Strukturen, etwa ein Kalkdepot in der Rotatorenmanschette; den Zielpunkt lege ich im Ultraschall fest. Die radiale Stoßwelle breitet sich kugelförmig aus und wirkt oberflächennäher und flächiger.

Spürbar ist sie immer. Die meisten beschreiben ein Klopfen oder Pochen, über gereiztem Gewebe auch ein Stechen. Angenehm ist das nicht, in aller Regel aber gut auszuhalten. Ich steigere die Intensität schrittweise und richte mich nach Ihrer Rückmeldung; eine Betäubung ist dafür nicht nötig.

Das lege ich nicht vorab fest. Die Stoßwelle wird in mehreren Sitzungen mit Abstand dazwischen angewendet; was sinnvoll ist, hängt vom Befund und vom Verlauf ab. Ich beurteile nach jeder Sitzung, wie Sie darauf ansprechen, und bespreche das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Die Kalkschulter gehört zu den Beschwerdebildern, bei denen die Stoßwelle gut untersucht ist. Die fokussierte Form lässt sich im Ultraschall gezielt auf das Kalkdepot richten. Ob sie im Einzelfall passt, hängt von Lage und Zustand des Depots ab. Manchmal führt eine Infiltration oder ein arthroskopischer Eingriff weiter.

Nicht angewendet wird sie bei einer Gerinnungsstörung oder unter blutverdünnender Medikation, bei einer akuten Infektion oder einer Tumorerkrankung im Behandlungsgebiet und in der Schwangerschaft. Über Wachstumsfugen sowie über größeren Nerven- und Gefäßverläufen behandle ich nicht. Ob etwas dagegen spricht, kläre ich vorher.

Sie verlassen die Ordination ohne Verband; eine Ruhigstellung ist danach nicht vorgesehen. Von harten Trainingsreizen rate ich am Behandlungstag ab, weil das behandelte Gewebe gereizt ist. Wie Sie danach wieder aufbauen, stimme ich mit Ihnen und der Physiotherapie ab.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Was Ihre Versicherung dazu beiträgt, richtet sich nach Ihrem Vertrag.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

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Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung im Einzelfall. Medizin entwickelt sich ständig weiter — trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden.

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