Eigenbluttherapie (PRP) in Wien
Manche Sehnenreizungen und beginnende Knorpelbeschwerden bessern sich trotz Entlastung und Physiotherapie nur schleppend. Die Eigenbluttherapie nutzt einen aufbereiteten Bestandteil Ihres eigenen Blutes, den ich unter Ultraschallsicht dorthin bringe, wo der Befund liegt — als unterstützender Baustein im Behandlungsplan.
Kurz gesagt
Bei der Eigenbluttherapie (PRP, platelet rich plasma) nehme ich Ihnen Blut aus einer Armvene ab und trenne es in der Zentrifuge auf. Aus der plättchenreichen Schicht gewinne ich ein Plasma mit den Wachstumsfaktoren der Blutplättchen und bringe es unter Ultraschallkontrolle an den gereizten Sehnenansatz oder in das betroffene Gelenk ein. Ich setze es bei hartnäckigen Sehnenansatzreizungen, Teilrissen von Sehnen und beginnenden Knorpelbeschwerden ein. Es soll die körpereigenen Reparaturvorgänge unterstützen, ersetzt aber weder das Übungsprogramm noch, wo nötig, einen Eingriff. Das Ansprechen ist individuell verschieden.
Was ist die Eigenbluttherapie?
Im Blut schwimmen neben den roten und weißen Blutkörperchen auch die Blutplättchen (Thrombozyten), bekannt vor allem für die Blutstillung. Sie tragen aber auch Eiweißstoffe in sich, die Wachstumsfaktoren genannt werden — Botenstoffe, die der Körper bei einer Verletzung freisetzt und die am Umbau von Sehnen-, Knorpel- und Bindegewebe beteiligt sind.
Genau diesen Anteil macht die Eigenbluttherapie nutzbar: Gewonnen wird jene Fraktion Ihres Blutes, in der die Blutplättchen angereichert sind — daher der Name PRP, englisch für platelet rich plasma. Ein fremder Wirkstoff kommt nicht dazu; Ihr Blut wird in einem geschlossenen System verarbeitet und noch im selben Termin verwendet. Ausführlich erkläre ich das im Beitrag Eigenbluttherapie (PRP) verständlich erklärt.
Wie eine Behandlung abläuft
Zuerst die Abklärung
Ohne klaren Befund setze ich keine Injektion. Ich frage Sie nach Verlauf und Belastung, untersuche Sie klinisch und stelle Sehne, Sehnenansatz und Gelenk im Ultraschall dar, der mir in der Ordination zur Verfügung steht. Bleiben Fragen offen, veranlasse ich eine Röntgenaufnahme oder ein MRT außer Haus.
Blutabnahme und Aufbereitung
Am Behandlungstag nehme ich Ihnen Blut aus einer Armvene ab, so wie bei einem gewöhnlichen Blutbefund. In der Zentrifuge trennen sich die Bestandteile nach ihrem Gewicht; den plättchenreichen Anteil ziehe ich ab. Nüchtern müssen Sie dafür nicht sein.
Die Injektion unter Ultraschallsicht
Ich stelle die Zielstruktur im Ultraschall dar und führe die Nadel unter Sicht dorthin — an den Sehnenansatz, an den Teilriss oder in den Gelenksspalt. Den Einstich spüren Sie; wie deutlich, hängt vom behandelten Gewebe ab.
Die Tage danach
Sie gehen ohne Verband nach Hause. Ein Druck- oder Spannungsgefühl im behandelten Bereich ist möglich, ebenso eine vorübergehende Zunahme der Beschwerden; beides klingt wieder ab. Von intensivem Training rate ich zunächst ab, Bewegung im Alltag ist erwünscht. Begleitend ist das Übungsprogramm wichtig; Physiotherapie und Trainingstherapie gibt es im Haus.
Wobei ich sie einsetze
Ich setze die Eigenbluttherapie dort ein, wo Gewebe gereizt oder angegriffen, in seiner Grundstruktur aber erhalten ist:
- Tennisarm und Golferarm (Epicondylitis lateralis und medialis) — hartnäckig gereizter Sehnenansatz außen oder innen am Ellbogen, wenn Entlastung und Übungsprogramm nicht ausgereicht haben.
- Teilrisse von Sehnen — etwa an der Rotatorenmanschette, wenn die Sehne angerissen, aber nicht durchgetrennt ist; zur Abgrenzung siehe Rotatorenmanschettenriss.
- Beginnende Knorpelbeschwerden — bei Schulterarthrose oder Handgelenksarthrose, wenn der Belastungsschmerz im Vordergrund steht.
Für sich allein steht sie dabei nie. Je nach Befund kombiniere ich sie mit Physiotherapie, angepasster Belastung, ultraschallgestützter Infiltration oder der Stoßwellentherapie — alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten im Überblick.
Was die Methode leisten kann — und was nicht
Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern und das Gewebe wieder belastbarer zu machen. Das Plasma setzt dabei ein Signal; erzwingen lässt sich Heilung damit nicht. Ein Ergebnis kann ich nicht zusichern: Das Ansprechen ist individuell verschieden, und die wissenschaftliche Datenlage ist je nach Krankheitsbild unterschiedlich belastbar.
Die Grenzen sind klar. Eine vollständig gerissene Sehne wächst durch eine Injektion nicht wieder an, ein instabiles Gelenk wird dadurch nicht stabil, und abgenützter Knorpel wird nicht neu gebildet. In solchen Fällen bespreche ich die operativen Möglichkeiten mit Ihnen — an Ellbogen, Schulter und Handgelenk häufig einen arthroskopischen Eingriff.
Wie jede Injektion ist auch diese ein kleiner Eingriff mit geringem Infektionsrisiko. Nicht angewendet wird sie bei einem akuten Infekt im Behandlungsgebiet, bei einer bekannten Gerinnungsstörung und bei Erkrankungen des Blutes. Sagen Sie mir bitte, welche Medikamente Sie einnehmen — vor allem Blutverdünner.
Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Ob die Eigenbluttherapie für Sie infrage kommt, entscheide ich gemeinsam mit Ihnen nach Untersuchung und Befund.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Eigenbluttherapie
PRP steht für platelet rich plasma, auf Deutsch plättchenreiches Plasma. Ich nehme Ihnen Blut aus einer Armvene ab und trenne es in der Zentrifuge auf. Aus der plättchenreichen Schicht gewinne ich ein Plasma mit deren Wachstumsfaktoren und bringe es an die behandelte Stelle ein. Verwendet wird ausschließlich Ihr eigenes Blut.
Vor der Behandlung stehen Gespräch, klinische Untersuchung und Ultraschall, damit der Befund klar ist. Am Behandlungstag folgt die Blutabnahme am Arm, danach die Aufbereitung in der Zentrifuge. Anschließend bringe ich das Plasma unter Ultraschallsicht ein. Alles liegt in einem Termin beisammen; Sie gehen danach ohne Verband nach Hause.
Vor allem bei hartnäckigen Sehnenansatzreizungen wie Tennisarm und Golferarm, bei Teilrissen von Sehnen, etwa an der Rotatorenmanschette, und bei beginnenden Knorpelbeschwerden an Schulter, Ellbogen oder Handgelenk. Gemeinsam ist diesen Bildern, dass das Gewebe gereizt, in seiner Grundstruktur aber erhalten ist. Ob der Befund dazu passt, kläre ich vorher ab.
Ein gereizter Sehnenansatz oder ein schmaler Gelenksspalt sind kleine Ziele, die sich unter der Haut nicht sicher tasten lassen. Im Ultraschall stelle ich die Struktur dar und verfolge die Nadelspitze in Echtzeit. So kommt das Plasma dort an, wo der Befund liegt, und Gefäße und Nerven lassen sich umgehen.
Ein Druck- oder Spannungsgefühl im behandelten Bereich ist möglich, ebenso eine vorübergehende Zunahme der Beschwerden. Von intensivem Training rate ich zunächst ab, Bewegung im Alltag ist erwünscht. Welche Schmerzmittel in dieser Zeit sinnvoll sind, bespreche ich mit Ihnen. Wann Sie die Belastung wieder aufbauen, lege ich mit Ihnen und der Physiotherapie fest.
Ein Ergebnis lässt sich nicht versprechen. Die Eigenbluttherapie ist ein unterstützendes Verfahren; wie deutlich jemand darauf anspricht, ist individuell verschieden. Die wissenschaftliche Datenlage ist je nach Krankheitsbild unterschiedlich belastbar, und wo sie dünn ist, sage ich Ihnen das offen. Deshalb steht die Methode nie für sich allein.
Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Ob und in welchem Umfang etwas rückerstattet wird, richtet sich nach Ihrer Kasse und einer allfälligen Zusatzversicherung.
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