Schulterarthrose in Wien

Eine Schulterarthrose meldet sich meist leise: Die Jacke anzuziehen dauert länger, der Griff ins obere Regal zieht, und auf der betroffenen Seite zu liegen wird unangenehm. In meiner Ordination im Orthozentrum Döbling kläre ich ab, wie weit der Verschleiß fortgeschritten ist und welche Behandlung zu Ihrem Alltag passt.

Kurz gesagt

Bei einer Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Knorpel zwischen Oberarmkopf und Gelenkpfanne abgenützt. Typisch sind ein tief im Gelenk sitzender Schmerz bei Belastung, Reiben beim Drehen des Armes und eine Beweglichkeit, die abnimmt — zuerst meist nach außen. Die Diagnose stelle ich aus Gespräch, klinischer Untersuchung und Ultraschall; das Röntgenbild zeigt den verschmälerten Gelenkspalt. Behandelt wird zuerst konservativ, mit Physiotherapie, ultraschallgestützter Infiltration und Eigenblut-Therapie. Eine Operation überlege ich erst, wenn diese Wege ausgeschöpft sind.

Was ist eine Schulterarthrose?

Das Schultergelenk besteht aus dem kugeligen Oberarmkopf und einer flachen Pfanne am Schulterblatt. Beide Flächen tragen einen glatten Knorpelüberzug. Bei einer Arthrose wird er dünner und rauer, am Knochenrand entstehen Anbauten, die Gelenkskapsel wird derber und schrumpft. Weil die Schulter nicht durch Knochen, sondern durch Muskeln und Kapsel geführt wird, leiden die Drehbewegungen früh darunter.

Man unterscheidet zwei Wege dorthin. Die primäre Omarthrose entsteht ohne erkennbaren Anlass über Jahre. Die sekundäre Form folgt einer Vorgeschichte: einer Schulterluxation oder wiederkehrenden Instabilität, einem Bruch am Oberarmkopf, einer durchgemachten Entzündung oder einem alten Sehnenschaden, durch den der Oberarmkopf nicht mehr sauber zentriert läuft.

Nicht jeder Schulterschmerz kommt aus dem Gelenk selbst. Sehnenerkrankungen wie ein Riss der Rotatorenmanschette oder eine Kapselentzündung wie die Frozen Shoulder machen ein ähnliches Bild und werden anders behandelt. Auch das Schultereckgelenk (AC-Gelenk) verschleißt; der Schmerz sitzt dann obenauf. Weitere Ursachen ordne ich unter Schulterschmerzen und ihre Abklärung ein.

Typische Beschwerden

  • Tiefer Belastungsschmerz — im Gelenk, oft seitlich und in den Oberarm ausstrahlend.
  • Reiben und Knirschen — hör- oder spürbar beim Drehen und Heben des Armes.
  • Steifigkeit nach Ruhe — die ersten Bewegungen am Morgen fallen schwer.
  • Verlust der Außendrehung — eine Jacke anziehen oder nach hinten greifen wird mühsam.
  • Nachtschmerz beim Seitliegen — auf der betroffenen Schulter zu liegen unterbricht den Schlaf.
  • Kraftverlust — schwer heben und tragen gelingt schlechter als früher.

So stelle ich die Diagnose

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch: seit wann die Beschwerden bestehen, was sie auslöst, welche Verletzungen vorausgegangen sind. Danach untersuche ich die Schulter klinisch: aktive und passive Beweglichkeit, Drehung, Kraft und die schmerzhaften Punkte. In der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung; damit beurteile ich Sehnen, Schleimbeutel und einen möglichen Erguss. Für die Arthrose selbst ist das Röntgenbild aussagekräftig, weil es Gelenkspalt und Knochenanbauten zeigt. Röntgen und MRT sind nicht im Haus; bei Bedarf veranlasse ich sie.

Behandlung: zuerst konservativ

Bei der Schulterarthrose beginne ich ohne Operation. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Muskulatur zu kräftigen, die das Gelenk führt.

  • Bewegung und Physiotherapie — Beweglichkeitsarbeit gegen die schrumpfende Kapsel, Kraftaufbau für die Rotatorenmanschette. Physiotherapie und Trainingstherapie gibt es im Orthozentrum Döbling im Haus.
  • Ultraschallgestützte Infiltration — bei ausgeprägter Reizung setze ich das Medikament unter Sichtkontrolle dorthin, wo es wirken soll.
  • Eigenblut-Therapie — die Eigenbluttherapie (PRP) kann bei noch nicht weit fortgeschrittenem Verschleiß eine Option sein.
  • Magnetfeldtherapie — begleitend zur Schmerz- und Reizlinderung.
  • Stoßwelle — ist zusätzlich ein Sehnenansatz gereizt, kann die Stoßwellentherapie diesen Anteil der Beschwerden angehen.
  • Angepasste Belastung — reizende Bewegungen ersetzen wir durch verträgliche Alternativen. Dauerhafte Schonung ist keine Lösung.

Wenn eine Operation nötig ist

Bleiben die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung bestehen, prüfe ich die operativen Möglichkeiten. Über kleine Zugänge mit der Kamera lassen sich freie Gelenkskörper und entzündetes Gewebe entfernen, störende Knochenanbauten abtragen und eine geschrumpfte Kapsel lösen — das kann Schmerz und Bewegungsblockaden bessern. Die Grenze ist klar: Neuen Knorpel schafft eine Schulterarthroskopie nicht. Bei weit fortgeschrittener Arthrose rate ich deshalb ehrlich ab. Steht ein Gelenkersatz im Raum, ordne ich den Befund ein und bespreche mit Ihnen, welcher Weg sinnvoll ist.

Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge. Bei Operationen ist eine Direktverrechnung mit der Zusatzversicherung möglich; die Details zur Abrechnung als Wahlarzt finden Sie auf der eigenen Seite. Ob operiert wird, entscheiden wir gemeinsam, wenn alle Befunde vorliegen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Schulterarthrose

Abgenützter Knorpel bildet sich nicht neu. Ziel der Behandlung ist deshalb nicht, den Verschleiß rückgängig zu machen, sondern die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Schulter im Alltag wieder belastbar zu machen. Wie weit das gelingt, hängt vom Befund, von Ihrer Belastung und von der führenden Muskulatur ab.

Am Beschwerdebild allein ist das oft nicht sicher zu trennen, und beides kann gleichzeitig bestehen. Für eine Arthrose spricht der tief im Gelenk sitzende Schmerz mit Reiben beim Drehen und einer Bewegungsgrenze, die auch bleibt, wenn ich den Arm passiv führe. Sehnenprobleme schmerzen eher beim Heben über Kopf.

Am Anfang stehen Gespräch und klinische Untersuchung. In der Ordination beurteile ich mit dem Ultraschall Sehnen, Schleimbeutel und einen möglichen Erguss. Für die Arthrose selbst ist die Röntgenaufnahme aussagekräftig, weil sie Gelenkspalt und Knochenanbauten zeigt; sie veranlasse ich bei Bedarf. Ein MRT ordne ich an, wenn die Sehnen genauer beurteilt werden müssen.

Bewegung ist ein wesentlicher Teil der Behandlung. Wird die Schulter geschont, verkürzt sich die Kapsel und die Beweglichkeit geht zusätzlich verloren. Sinnvoll ist Bewegung im schmerzarmen Bereich, dazu gezielter Kraftaufbau für die führende Muskulatur. Was Ihnen guttut, lege ich nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen und der Physiotherapie fest.

Die Eigenblut-Therapie kann eine Option sein, wenn der Verschleiß noch nicht weit fortgeschritten ist und die Beschwerden trotz Physiotherapie bleiben. Ich nehme Blut ab, bereite es auf und spritze das Konzentrat ultraschallgestützt in das Gelenk. Die Datenlage ist für die Schulter weniger klar als für andere Gelenke; das sage ich offen.

Arthroskopisch lassen sich freie Gelenkskörper entfernen, störende Knochenanbauten abtragen, entzündetes Gewebe entfernen und eine geschrumpfte Kapsel lösen. Das kann Schmerz und Bewegungsblockaden bessern. Neuen Knorpel schafft der Eingriff nicht. Bei fortgeschrittener Arthrose ist der Nutzen daher begrenzt, und ich rate ab, wenn der Befund dagegen spricht.

Nein, eine Überweisung ist nicht nötig. Bringen Sie zur Erstordination mit, was vorhanden ist: e-card, Vorbefunde, Arztbriefe und Bilder. Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

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Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung im Einzelfall. Medizin entwickelt sich ständig weiter — trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden.

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