Sportorthopädie in Wien

Eine Verletzung an Schulter, Ellbogen oder Hand unterbricht nicht nur das Training, sie greift in Beruf und Alltag ein. Als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie kläre ich kurzfristig ab, welche Struktur betroffen ist, und plane die Behandlung entlang Ihrer Sportart und Ihrer Ziele — von der Erstuntersuchung bis zur Rückkehr in die Belastung.

Kurz gesagt

Sportorthopädie heißt, eine Verletzung gemeinsam mit der Bewegung zu beurteilen, die sie ausgelöst hat. Meine Spezialisierung ist die obere Extremität: Schulter, Ellbogen, Hand und Handgelenk. Häufig sind die ausgerenkte Schulter im Kontaktsport, der Riss der Pectoralis- oder Bizepssehne im Kraftsport, der Tennisarm bei wiederholter Schlagbelastung sowie Band- und Knochenverletzungen nach einem Sturz auf die Hand. Die Diagnose stelle ich im Gespräch, in der klinischen Untersuchung und mit dem Ultraschall in der Ordination; bei Bedarf veranlasse ich Röntgen oder MRT. Der Befund entscheidet den Weg: Bei Sehnenrissen von Pectoralis, distaler Bizepssehne oder Trizeps sowie bei Luxationen mit fortbestehender Instabilität bespreche ich bei sportlich aktiven Patientinnen und Patienten früh die Operation, danach wird die Rückkehr in den Sport schrittweise aufgebaut.

Was Sportorthopädie an Ellbogen, Schulter und Hand bedeutet

Sportorthopädie ist weniger ein eigenes Gebiet als eine Blickrichtung. Ich beurteile einen Befund immer zusammen mit der Bewegung, die zu ihm geführt hat, und mit der Belastung, die danach wieder möglich sein soll. Deshalb steht am Anfang nicht nur die Frage, welche Struktur verletzt ist, sondern auch, wofür Sie Ellbogen, Schulter und Hand brauchen.

Schäden entstehen im Sport auf zwei Wegen. Entweder wirkt in einem einzigen Moment eine hohe Kraft auf Gelenk, Sehne oder Knochen — der Sturz auf die ausgestreckte Hand, der Zweikampf, die Hantelstange, die nachgibt. Oder dieselbe Bewegung wiederholt sich so oft, dass Sehnenansatz und Kapsel nicht mehr nachkommen; dann beginnt es schleichend mit Schmerz nach dem Training und endet mit Schmerz währenddessen. Beide Wege führen auf dieselben Fragen zurück: Welche Struktur ist betroffen, wie weit ist sie geschädigt, und was hält sie derzeit aus?

Zu den einzelnen Gelenken gibt es eigene Übersichten — zur Schulterchirurgie, zur Ellbogenchirurgie und zur Handchirurgie.

So stelle ich die Diagnose

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch: Welche Bewegung, welche Last, was war zu hören und zu spüren, und was ging in den Tagen danach nicht mehr? Danach folgt die klinische Untersuchung im Seitenvergleich — Beweglichkeit, Stabilität, Kraft und die gezielten Tests für die verdächtige Struktur.

In der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung. Er zeigt Sehnen, Muskeln und Schleimbeutel in Bewegung und erlaubt den unmittelbaren Vergleich mit der gesunden Seite. Bei Bedarf veranlasse ich eine Röntgenaufnahme oder ein MRT; beide Untersuchungen finden außer Haus statt, die Befunde bespreche ich anschließend mit Ihnen. Bei Taubheit oder Kraftverlust ohne klaren Auslöser veranlasse ich eine neurologische Abklärung mit Nervenmessung; sie findet außer Haus statt.

Hand hält eine Kurzhantel — Sportbelastung an Ellbogen, Schulter und Handgelenk

Sport

Warum ich nach Ihrer Sportart frage

Ich war selbst lange im Kontaktsport (American Football), im Kraftsport und im Ballsport aktiv.

Das ersetzt keinen Befund, hilft aber im Gespräch: Ich kenne den Aufbau einer Trainingswoche, weiß, was ein fixer Wettkampftermin bedeutet, und muss nicht nachfragen, welche Bewegung gemeint ist, wenn von Bankdrücken, Wurf oder Zweikampf die Rede ist.

Deshalb frage ich früh nach Sportart, Trainingsumfang und nächstem Ziel. Ob eine Pause, eine Umstellung des Trainings oder ein Eingriff ansteht, lässt sich erst beantworten, wenn klar ist, wohin Sie zurückwollen.

Typische Belastungen nach Sportart

Kontaktsport

Im Kontaktsport wirken fremde Kräfte: Tackle, Sturz, Zweikampf. Die Schulter trifft es besonders häufig — sie springt aus dem Gelenk, oder das Schultereckgelenk (AC-Gelenk) wird verrenkt. Zurück bleibt mitunter eine Schulterinstabilität, die bei jeder Wurf- oder Abwehrbewegung spürbar ist. Dazu kommen die Verrenkung des Ellbogens und Verletzungen der Hand beim Abfangen des Sturzes.

Kraftsport

Im Kraftsport ist die Last planbar, aber hoch, und sie trifft die Sehne oft in der ungünstigsten Stellung. Reißt eine Sehne, dann meist nahe ihrem Ansatz: der Pectoralissehnenriss beim Absenken der Hantelstange, der Bizepssehnenriss an Schulter oder Ellbogen und der Riss der Trizepssehne an der Rückseite des Ellbogens. Der Trizepssehnenriss ist selten, im Kraftsport aber ein Thema: Er entsteht beim Drücken gegen hohen Widerstand oder beim Sturz auf den gestreckten Arm und wird leicht übersehen, weil das Strecken anfangs noch gelingt. Ausgedehnte Risse befestige ich wieder am Olekranon (Ellbogenspitze); kleine Risse lassen sich eher konservativ behandeln als am Brustmuskel. Verbreiteter als die Risse sind Reizzustände: Schmerz vorne an der Schulter beim Drücken über Kopf, Beschwerden am Sehnenansatz des Ellbogens, Schmerz im Handgelenk beim Aufstützen.

Ballsport

Im Ballsport wiederholt sich dieselbe Bewegung sehr oft — Wurf, Schlag, Aufschlag. Das belastet Sehnenansätze und Gelenkkapsel: Tennisarm und Golferarm gehören ebenso dazu wie Beschwerden der Rotatorenmanschette bei Überkopfbelastung. Dazu kommen die typischen Sturz- und Ballverletzungen an Hand und Fingern, vom Riss des Daumenseitenbandes bis zum Finger- oder Mittelhandbruch.

Verletzungen

Was ich in der Sportorthopädie behandle

Zu jedem Beschwerdebild gibt es eine eigene Seite mit Entstehung, Untersuchung und Behandlungsweg.

Behandlung: der Befund entscheidet

Welcher Weg am Anfang steht, entscheidet der Befund: Bei einem Sehnenriss oder einer Instabilität nach einer Verrenkung bespreche ich früh die Operation; bei Prellungen, Zerrungen und gereizten Sehnenansätzen beginne ich mit Entlastung und einer Umstellung des Trainings, damit die übrigen Bereiche in Bewegung bleiben. Physiotherapie, Trainingstherapie und ein Chiropraktiker sind im Orthozentrum Döbling im Haus, die Abstimmung ist dadurch kurz.

Ergänzend stehen mir in der Ordination mehrere Verfahren zur Verfügung: die Stoßwellentherapie in fokussierter und radialer Form bei Beschwerden am Sehnenansatz, die Eigenblut-Therapie (PRP), die ultraschallgestützte Infiltration und die Magnetfeldtherapie. Welche Kombination sinnvoll ist, richtet sich nach Befund und Beschwerdebild; einen Überblick über alle konservativen Therapien finden Sie gesondert.

Wenn eine Operation nötig ist

Beim sportlich aktiven Menschen fällt die Abwägung zwischen konservativem und operativem Weg früher zugunsten des Eingriffs aus. Ein Riss der Pectoralis-, der distalen Bizeps- oder der Trizepssehne gehört zeitnah rekonstruiert, weil sich die Sehne zurückzieht und vernarbt — beim Pectoralissehnenriss gilt das auch für den Teilriss. Und bleibt nach einer Verrenkung von Schulter oder Ellbogen eine Instabilität zurück, bespreche ich die Stabilisierung früh und nicht erst nach der nächsten Luxation. Wer wieder über Kopf drücken, werfen oder in den Zweikampf gehen will, braucht eine belastbare Sehne und ein sicher geführtes Gelenk.

Für einen Eingriff sprechen ein vollständiger Sehnenriss, eine wiederkehrende Instabilität, ein verschobener Bruch oder ein Gelenk, das blockiert oder sich nicht mehr strecken lässt. Vieles davon lässt sich in der arthroskopischen Schlüsselloch-Chirurgie versorgen: die Stabilisierung der Schulter, die Naht der Rotatorenmanschette, die Refixation am Handgelenk und, über die Ellbogenarthroskopie, die Arthrolyse (Lösen der Vernarbungen) bei Bewegungseinschränkung.

Offen operiere ich dort, wo die Technik es verlangt — etwa bei der Refixation der Pectoralissehne, bei Bandrekonstruktionen und bei Brüchen, die eine Platte oder Schraube brauchen. Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Bei Operationen ist die Direktverrechnung mit einer Zusatzversicherung möglich; Einzelheiten dazu unter Ablauf und Abrechnung als Wahlarzt.

Zurück in den Sport: Return to Sport

Die Rückkehr in den Sport ist kein Datum, sondern eine Abfolge von Schritten. Zuerst geht es um schmerzarme Beweglichkeit, dann um Kraft im Seitenvergleich, danach um sportartspezifische Bewegungen — Wurf, Schlag, Stütz, Zug — und erst zuletzt um Zweikampf, maximale Last oder Wettkampf. Jeder Schritt wird freigegeben, wenn der Befund ihn hergibt.

Dabei zählt nicht nur, was das Gelenk aushält, sondern auch, ob es sich sicher anfühlt. Eine Schulter, die bei der Ausholbewegung ein Ausweichen provoziert, ist noch nicht bereit für den Zweikampf, selbst wenn die Kraftwerte stimmen. Bis dahin lässt sich fast immer ein Ersatztraining aufbauen, das die verletzte Region ausspart und Ausdauer und Rumpfkraft erhält.

Bei operierten Sehnen und Bändern richtet sich die Reihenfolge zusätzlich nach dem Operationsbefund und der Heilung des Gewebes. Ich lege die Schritte nach dem Eingriff mit Ihnen und mit der Physiotherapie fest und passe sie im Verlauf an. Welcher Weg der richtige ist und ob eine Operation überhaupt infrage kommt, entscheiden wir gemeinsam, sobald die Befunde vorliegen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Sportorthopädie

Rasch, wenn die Schulter ausgerenkt war, wenn beim Riss ein Knall zu hören war, wenn ein Gelenk nach einem Sturz geschwollen und nicht belastbar ist oder wenn Kraft und Beweglichkeit deutlich fehlen. Auch Beschwerden, die trotz Trainingspause bleiben, gehören abgeklärt. Einen Termin bekommen Sie in der Regel innerhalb einer Woche; für akute Fälle biete ich Zeiten außerhalb der Ordinationszeiten an.

Nein. Eine Überweisung ist nicht nötig, und ein MRT muss vorher nicht vorliegen. Bringen Sie bitte alles mit, was vorhanden ist: e-card, Vorbefunde, Arztbriefe sowie Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder. In der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung. Ob zusätzlich ein Röntgen oder ein MRT sinnvoll ist, entscheide ich nach der Untersuchung und veranlasse es dann.

Spezialisiert bin ich auf Verletzungen der oberen Extremität: Schulterluxation und Instabilität, Verletzungen des AC-Gelenks, Risse der Rotatorenmanschette, Risse der Pectoralis-, Bizeps- und Trizepssehne, Tennis- und Golferarm, Instabilität und Steife am Ellbogen, Bandverletzungen am Handgelenk sowie Brüche an Hand, Handgelenk und Ellbogen. Abklärung, Operation und Nachsorge bleiben dabei in einer Hand.

Nicht jede. Prellungen, Zerrungen und Reizzustände am Sehnenansatz behandle ich konservativ mit Entlastung, Physiotherapie und Trainingstherapie, ergänzt um Stoßwelle, Eigenblut-Therapie oder eine ultraschallgestützte Infiltration. Beim sportlich aktiven Menschen fällt die Abwägung aber früher zugunsten eines Eingriffs aus: Ein Riss der Pectoralis-, der distalen Bizeps- oder der Trizepssehne gehört zeitnah rekonstruiert, und nach einer Verrenkung von Schulter oder Ellbogen bespreche ich die Stabilisierung früh. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom Befund und von Ihren Zielen ab; die Entscheidung fällt gemeinsam.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil es von Verletzung, Behandlungsweg und Heilungsverlauf abhängt. Der Aufbau folgt aber immer derselben Reihenfolge: zuerst schmerzarme Beweglichkeit, dann Kraft, dann sportartspezifische Bewegungen und zuletzt Zweikampf, Wurf oder maximale Last. Freigegeben wird jeder Schritt nach Befund, nicht nach Kalender. Bis dahin findet sich fast immer ein Ersatztraining, das die verletzte Region ausspart.

Ja. Der Anspruch an Ellbogen, Schulter und Hand ergibt sich daraus, was Sie damit wieder tun wollen, nicht aus dem Leistungsniveau. Deshalb frage ich nach Sportart, Trainingsumfang, Beruf und Zielen und plane die Behandlung danach. Wer im Kraftsport wieder über Kopf drücken möchte, braucht einen anderen Aufbau als jemand, der beschwerdefrei Ball spielen will.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Bei Operationen ist die Direktverrechnung mit einer Zusatzversicherung möglich. Termine vereinbaren Sie telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

Weiterführend

Das könnte Sie auch betreffen

Termin buchen

Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung im Einzelfall. Medizin entwickelt sich ständig weiter — trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden.

Anrufen Termin buchen