Ellbogeninstabilität in Wien

Der Ellbogen fühlt sich beim Aufstützen unsicher an, schnappt oder knickt weg — oft nach einer Verrenkung, manchmal schleichend über Jahre. Ich kläre ab, welcher Bandzügel nachgegeben hat, und bespreche mit Ihnen, ob Training genügt oder eine Bandrekonstruktion sinnvoll ist.

Kurz gesagt

Von einer Ellbogeninstabilität spricht man, wenn die Bänder das Gelenk nicht mehr sicher führen und Elle und Speiche unter Belastung ausweichen. Betroffen ist meist der äußere Bandkomplex mit dem LUCL — nach einer Verrenkung oder durch jahrelange Stützbelastung; seltener das innere Seitenband bei Wurfsport. Typisch sind Unsicherheit beim Aufstützen, Schnappen und seitenbetonte Schmerzen. Ich untersuche klinisch und im Ultraschall, bei Bedarf folgen Röntgen oder MRT; bleibt der Befund unklar, zeigt die Gelenkspiegelung die Instabilität. Behandelt wird zuerst konservativ — bleibt das Gelenk unsicher, rekonstruiere ich das Band.

Was ist eine Ellbogeninstabilität?

Der Ellbogen ist ein Scharnier mit Drehfunktion: Oberarm, Elle und Speiche greifen knöchern ineinander, geführt von zwei Bandkomplexen — außen vom LUCL (laterales ulnares Kollateralband), innen vom medialen Kollateralband. Verliert einer dieser Züge seine Spannung, weicht das Gelenk unter Last aus. Auslöser ist oft ein einzelnes Ereignis: ein Sturz auf den ausgestreckten Arm oder eine Ellbogenluxation (Verrenkung), bei der meist der äußere Bandkomplex reißt und nicht selten das Speichenköpfchen mitbricht.

Die zweite Form entsteht schleichend: wiederholtes Stützen, Wurf- und Schlagbelastung oder wiederkehrende Reizzustände am äußeren Sehnenansatz leiern den Bandapparat über Jahre aus. Beschwerden an der Außenseite werden dann leicht mit einem Tennisarm (Epicondylitis lateralis) verwechselt. Fachlich trennt man die posterolaterale Rotationsinstabilität (Ausweichen nach hinten außen) von der medialen Instabilität mit Aufklappen an der Innenseite. Einen Überblick gibt die Seite zur Ellbogenchirurgie in Wien.

Typische Beschwerden

  • Unsicherheit beim Aufstützen — der Arm knickt beim Aufstehen aus dem Sessel oder beim Liegestütz weg
  • Schnappen und Klicken — vor allem bei fast gestrecktem Arm und nach außen gedrehter Hand
  • Schmerz an der Außenseite — belastungsabhängig, oft mit gereiztem Sehnenansatz
  • Schmerz an der Innenseite — beim Werfen, Schlagen oder Heben, mitunter mit Kraftverlust
  • Kribbeln in Ring- und Kleinfinger — wenn der Nervus ulnaris mitgereizt ist, siehe Sulcus-ulnaris-Syndrom
  • Streckdefizit — der Arm lässt sich nicht mehr ganz strecken, siehe steifer Ellbogen

So stelle ich die Diagnose

Am Anfang steht das ausführliche Gespräch: Wann ist es passiert, was löst das Wegknicken aus? Danach untersuche ich klinisch, prüfe die Seitenbänder unter Varus- und Valgusstress und teste die Rotationsstabilität mit Stützbewegungen. In der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung: Damit beurteile ich Bänder, Sehnenansatz und Erguss und mache das Aufklappen im Seitenvergleich sichtbar. Bei Bedarf veranlasse ich Röntgen für knöcherne Ausrisse oder ein MRT für Bänder und Knorpel. Bleibt der Befund unklar, zeigt die Ellbogenarthroskopie die Instabilität unter Sicht.

Behandlung: zuerst konservativ

Nicht jede Instabilität muss operiert werden. Die Muskulatur am Ellbogen kann fehlende Bandspannung zum Teil ausgleichen, wenn sie gezielt trainiert wird. Ich beginne daher mit Physiotherapie und Trainingstherapie — beides im Orthozentrum Döbling im Haus — und mit angepasster Belastung in Beruf und Training.

Begleitende Reizzustände behandle ich in der Ordination: Stoßwellentherapie, fokussiert und radial, bei gereiztem Sehnenansatz; ultraschallgestützte Infiltration, wenn der Schmerz die Übungstherapie blockiert; Eigenblut-Therapie (PRP) bei hartnäckiger Sehnenansatzreizung; ergänzend die Magnetfeldtherapie. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern und den Arm wieder belastbar zu machen — den Bandschaden selbst reparieren diese Verfahren nicht.

Wenn eine Operation nötig ist

Bleibt der Ellbogen trotz konsequenten Trainings unsicher oder knickt er im Alltag weg, ist die Rekonstruktion des Bandes sinnvoll. Frische Verletzungen lassen sich oft durch Refixation des ausgerissenen Bandkomplexes versorgen. Bei chronischer Instabilität ersetze ich den ausgeleierten Bandzügel: außen als LUCL-Bandplastik, innen als mediale Bandplastik, mit einer körpereigenen Sehne in Bohrkanälen.

Vorher spiegle ich das Gelenk in vielen Fällen: Die Arthroskopie zeigt, wie weit der Ellbogen aufklappt, und erlaubt es, freie Gelenkskörper zu entfernen oder Vernarbungen zu lösen (Arthrolyse). Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge.

Danach folgt ein geführter Aufbau mit Physiotherapie; Sportlerinnen und Sportler bereite ich stufenweise auf Stütz-, Wurf- und Schlagbelastung vor — mehr dazu unter Sportorthopädie in Wien. Ob operiert wird, hängt vom Befund ab; die Entscheidung treffen wir gemeinsam, sobald Untersuchung und Bildgebung vorliegen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Ellbogeninstabilität

Typisch ist ein Unsicherheitsgefühl beim Stützen auf die Hand: beim Aufstehen aus dem Sessel oder beim Liegestütz. Dazu kommen Schnappen, Klicken oder ein kurzes Wegknicken, meist bei fast gestrecktem Arm. Treten diese Zeichen nach einer Verrenkung oder einem Sturz auf, lassen Sie den Ellbogen abklären.

Nein. Gibt der Ellbogen nur bei bestimmten Bewegungen nach, beginne ich mit gezieltem Training der stabilisierenden Muskulatur und mit angepasster Belastung. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Band, von begleitenden Knochen- und Knorpelschäden und von Ihrem Anspruch an den Arm ab. Die Entscheidung fällt gemeinsam, sobald alle Befunde vorliegen.

LUCL steht für das laterale ulnare Kollateralband, den äußeren Bandzügel, der den Ellbogen gegen ein Herausdrehen nach hinten außen sichert. Ist er ausgerissen oder ausgeleiert, ersetze ich ihn durch eine körpereigene Sehne, die ich in Bohrkanälen verankere. Bei frischen Verletzungen genügt oft eine Refixation.

Das innere Seitenband wird vor allem bei Wurf- und Schlagbewegungen belastet, etwa im Speerwurf oder Handball. Reißt es oder leiert es aus, entstehen Schmerzen an der Innenseite und Kraftverlust beim Werfen. Bleibt der Ellbogen trotz Trainings instabil, rekonstruiere ich das Band mit einer körpereigenen Sehne und befreie bei Bedarf den Nervus ulnaris.

Nicht zwangsläufig. Nach einer einfachen Verrenkung heilen die Bänder oft aus, wenn der Arm früh und geführt bewegt wird. Eine Restinstabilität bleibt eher, wenn Knochen mitverletzt wurden, etwa das Speichenköpfchen oder der Kronenfortsatz der Elle. Melden Sie sich, wenn das Gelenk unsicher bleibt oder sich nicht mehr ganz strecken lässt.

Die Instabilität zeigt sich oft erst, wenn der Ellbogen entspannt und unter Sicht geprüft wird. Bei der Arthroskopie führe ich eine Kamera über kleine Zugänge ein, prüfe das Aufklappen und beurteile Knorpel, Kapsel und Bandansätze. So erkenne ich Begleitschäden und kann sie im selben Eingriff mitbehandeln.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Bei Operationen ist eine Direktverrechnung mit der Zusatzversicherung möglich; für einen Termin brauchen Sie keine Überweisung.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

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Sie erreichen mich unter 01 2080145, Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr; Termine nach Vereinbarung. Wie die Abrechnung als Wahlarzt abläuft, lesen Sie auf der eigenen Seite.

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Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung im Einzelfall. Medizin entwickelt sich ständig weiter — trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden.

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