Ellbogenarthroskopie in Wien

Die Arthroskopie des Ellbogens, also die Gelenkspiegelung, ist ein minimalinvasives Verfahren: Über kleine Zugänge sehe ich mit einer Kamera in das Gelenk und behandle den Befund im selben Eingriff. Sie hilft beim Tennisellbogen ebenso wie bei freien Gelenkskörpern, Steife oder Instabilität. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund ab.

Kurz gesagt

Bei einer Ellbogenarthroskopie führe ich über kleine Hautschnitte eine Kamera und feine Instrumente in das Gelenk ein. Ich beurteile Knorpel, Kapsel, Bänder und Schleimhaut unter Sicht und behandle den Befund in derselben Sitzung: freie Gelenkskörper entfernen, Vernarbungen lösen, Knochenvorsprünge abtragen, Knorpel glätten, verdickte Schleimhautfalten entfernen oder die Stabilität prüfen. Weil die Zugänge klein sind, kann das Gelenk in der Regel früh bewegt werden — und gerade am Ellbogen zählt das. Nicht jeder Befund lässt sich arthroskopisch versorgen.

Was bei einer Ellbogenarthroskopie geschieht

Der Ellbogen ist kein einfaches Scharnier: Oberarm, Elle und Speiche bilden drei Teilgelenke in einer gemeinsamen Kapsel. Diese Enge macht ihn empfindlich — schon eine verdickte Schleimhautfalte kann klemmen.

Für die Spiegelung fülle ich das Gelenk mit steriler Flüssigkeit, damit sich der Raum zwischen den Knochen öffnet. Über einen kleinen Hautschnitt kommt die Optik hinein, über weitere Zugänge die Instrumente. Am Monitor gehe ich Knorpel, Kapsel, Bandansätze und Schleimhaut der Reihe nach durch — was sich zeigt, versorge ich in der Regel gleich mit.

Besondere Sorgfalt verlangt die Nähe der Nerven, vor allem des Nervus ulnaris und des Nervus radialis; die Zugänge werden deshalb vor dem Schnitt eingezeichnet. Wie das Verfahren an Schulter und Handgelenk eingesetzt wird, steht auf der Seite zur Arthroskopie im Überblick.

Anwendungsgebiete

Wobei sie hilft

Sechs Beschwerdebilder am Ellbogen lassen sich arthroskopisch angehen.

Tennisellbogen (Epicondylitis)

Bei der Epicondylitis lateralis (Tennisellbogen) ist der Sehnenansatz außen gereizt, beim Golferellbogen jener innen. Halten die Beschwerden trotz konservativer Behandlung an, behandle ich den Sehnenansatz arthroskopisch und versorge Begleitschäden gleich mit.

Tennisarm und Golferarm behandeln

Freie Gelenkskörper (Corpora libera)

Abgelöste Knorpel- oder Knochenstückchen wandern im Gelenk umher und verursachen plötzliches Einklemmen und Blockaden. Solche freien Gelenkskörper lassen sich arthroskopisch aufsuchen und entfernen, ohne das Gelenk zu eröffnen.

Ellbogenschmerzen einordnen

Knorpelschaden (Arthrose)

Knorpel kann bei einem Sturz einbrechen oder über Jahre verschleißen. Bei der Ellbogenarthrose glätte ich aufgeraute Flächen, entferne instabile Knorpelränder und trage störende Knochenvorsprünge ab. Den Verschleiß selbst macht das nicht rückgängig.

Ellbogenarthrose im Überblick

Bewegungseinschränkung (Ellbogensteife)

Nach Brüchen, Verrenkungen oder längerer Ruhigstellung schrumpft die Gelenkkapsel und vernarbt. Bei der arthroskopischen Arthrolyse (Lösen der Vernarbungen) spalte ich die verdickte Kapsel und trage blockierende Knochenvorsprünge ab. Danach schließt Physiotherapie an.

Arthrolyse beim steifen Ellbogen

Instabilität (LUCL-Verletzung)

Nach einer Verrenkung oder durch wiederholte Überlastung kann der äußere Bandkomplex (LUCL) seine Führung verlieren. Mit der Arthroskopie lässt sich die Instabilität direkt nachweisen: Unter Sicht prüfe ich, ob das Gelenk aufklappt. Dann folgt die Bandrekonstruktion.

Ellbogeninstabilität und Bandplastik

Schnappende Schleimhautfalte (Plica-Syndrom)

Eine verdickte Falte der Gelenkschleimhaut klemmt außen zwischen Speichenköpfchen und Oberarm ein und lässt sich unter Sicht abtragen.

Schnappende Schleimhautfalte behandeln

Ablauf und Nachsorge

Am Anfang stehen Gespräch und klinische Untersuchung; in der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung, bei Bedarf veranlasse ich Röntgen oder MRT. Einen Eingriff plane ich, wenn Beschwerden und Befund zusammenpassen. Bei Reizzuständen wie dem Tennisellbogen gehen konservative Wege voraus: ultraschallgestützte Infiltration, Stoßwellentherapie, Eigenblut-Therapie (PRP) und Physiotherapie. Blockieren freie Gelenkskörper das Gelenk oder ist der Ellbogen instabil, kann die Arthroskopie je nach Befund auch früh angezeigt sein.

Vor dem Termin bespreche ich, was arthroskopisch vorgesehen ist und was zusätzlich nötig werden kann. Über Narkose oder Regionalanästhesie klärt die Anästhesie eigens auf. Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge.

Danach zählt Bewegung. Der Ellbogen neigt zur Steife, deshalb beginnt die geführte Mobilisierung so früh, wie es der Befund erlaubt — nach einer Arthrolyse früher, nach einer Bandnaht geschützter. Physiotherapie und Trainingstherapie gibt es im Orthozentrum Döbling im Haus. Bei Operationen ist die Direktverrechnung mit der Zusatzversicherung möglich, mehr dazu unter Wahlarzt und Abrechnung.

Grenzen des Verfahrens

Die Arthroskopie ersetzt die offene Operation nicht, wenn der Befund sie verlangt: Große Bandrekonstruktionen, verschobene Brüche, die Verlagerung des Nervus ulnaris oder ein Gelenkersatz brauchen den direkten Zugang. Auch bei stark verändertem Knochen oder ausgeprägter Vernarbung kann der Raum im Gelenk zu eng sein.

Jeder Eingriff hat Risiken; am Ellbogen steht die Nähe der Nerven im Vordergrund, möglich sind auch Schwellung, Infektion oder erneute Vernarbung. Ein verschlissenes Gelenk bleibt zudem verschlissen, und ein steifer Ellbogen braucht danach konsequentes Üben — das spreche ich vorher offen an. Ob eine Ellbogenarthroskopie sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam nach Befund; infrage kommen sonst eine offene Operation oder die konservativen Therapien.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Ellbogenarthroskopie

Eine Gelenkspiegelung des Ellbogens: Über kleine Hautschnitte bringe ich eine Kamera und feine Instrumente in das Gelenk, beurteile Knorpel, Kapsel, Bänder und Schleimhaut am Monitor und behandle den Befund in derselben Sitzung. Der Fachbegriff lautet Arthroskopie, umgangssprachlich spricht man von Schlüsselloch-Chirurgie.

Vor allem beim Tennis- und Golferellbogen, der auf konservative Behandlung nicht anspricht, bei freien Gelenkskörpern mit Einklemmen, bei Knorpelschaden und Arthrose, bei eingeschränkter Streckung oder Beugung, beim Verdacht auf eine Instabilität und bei einer einklemmenden Schleimhautfalte. Voraussetzung ist, dass Beschwerden, Untersuchung und Bildgebung zusammenpassen.

Der Ellbogen bietet wenig Raum, und wichtige Nerven verlaufen dicht am Gelenk. Deshalb wird es vor dem Eingriff mit Flüssigkeit aufgefüllt, und die Zugänge werden vor dem Schnitt eingezeichnet und standardisiert angelegt. Erfahrung mit genau diesem Gelenk zählt hier; auf die Ellbogenarthroskopie bin ich spezialisiert.

Mit Bewegung, so früh es der Befund zulässt. Der Ellbogen neigt zur Steife, deshalb gehört die geführte Mobilisierung zur Behandlung und nicht erst zur späten Nachsorge. Physiotherapie und Trainingstherapie sind im Orthozentrum Döbling im Haus verfügbar, die Kontrollen übernehme ich selbst in der Ordination.

Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge. Welcher Standort infrage kommt, hängt vom geplanten Eingriff und von Ihrer Versicherung ab; das klären wir vorher gemeinsam.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Bei Operationen ist eine Direktverrechnung mit der Zusatzversicherung möglich.

Dann bespreche ich die offene Operation, etwa bei einer Bandrekonstruktion, bei verschobenen Brüchen oder bei der Befreiung des Nervus ulnaris. Manchmal ist auch Abwarten sinnvoll, wenn die konservative Behandlung noch Spielraum hat. Den Weg gibt der Befund vor, nicht das Verfahren.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

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Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

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