Ellbogenschmerzen in Wien

Der Ellbogen meldet sich beim Zugreifen, beim Abstützen oder beim Heben. Manchmal beginnt es schleichend nach Wochen am Schreibtisch, manchmal schlagartig nach einem Sturz. In meiner Ordination im Orthozentrum Döbling kläre ich, welche Struktur die Beschwerden verursacht.

Kurz gesagt

Ellbogenschmerzen sind ein Leitsymptom, keine Diagnose. Dahinter stecken meist gereizte Sehnenansätze außen oder innen, ein Bewegungsverlust durch Vernarbung oder Arthrose, eine Instabilität, ein Bruch nach Sturz oder ein eingeengter Nerv. Wo der Schmerz sitzt und welche Bewegung ihn auslöst, grenzt die Ursache ein. Ich ordne die Beschwerden im Gespräch, in der klinischen Untersuchung und mit dem Ultraschall ein. Der Befund entscheidet den Weg: Gereizte Sehnenansätze und beginnende Arthrose behandle ich meist konservativ; bei einer vollständig gerissenen Sehne, einer instabilen Luxation oder einem verschobenen Bruch spreche ich die Operation dagegen früh an.

Mögliche Ursachen von Ellbogenschmerzen

Im Ellbogen treffen Oberarm, Elle und Speiche aufeinander. Sehnenansätze, Seitenbänder und Nervenbahnen verlaufen hier dicht unter der Haut. Weiter führt die Frage, an welcher Seite es weh tut und welche Bewegung den Schmerz auslöst.

Schmerz an der Außenseite beim Zugreifen

Ein druckempfindlicher Punkt am äußeren Knochenvorsprung und Schmerz beim kräftigen Zugreifen sprechen für eine Epicondylitis lateralis (Tennisarm), die Reizung des Sehnenansatzes der Handstrecker. Auslöser sind Tastatur und Werkzeug ebenso oft wie Schlägersport. Mehr dazu auf der Seite zur Behandlung von Tennisarm und Golferarm.

Schmerz an der Innenseite beim Beugen

Sitzt der Schmerz innen und zieht er beim Beugen des Handgelenks oder beim Werfen, geht es meist um die Epicondylitis medialis (Golferarm), die Reizung der Beugesehnenansätze. Direkt daneben verläuft der Nervus ulnaris; ich prüfe deshalb immer mit, ob der Nerv beteiligt ist.

Der Arm lässt sich nicht mehr ganz strecken

Fehlt die letzte Streckung oder Beugung oder blockiert das Gelenk beim Bewegen, kommen Vernarbungen nach einer Verletzung, eine Ellbogenarthrose und freie Gelenkskörper infrage. Was sich beim steifen Ellbogen tun lässt, hängt davon ab, ob Kapsel, Knochen oder Knorpel die Bewegung begrenzt.

Beschwerden nach Sturz oder Verrenkung

Ein Sturz auf die ausgestreckte Hand leitet die Kraft in den Ellbogen weiter: Schwellung, Druckschmerz außen und eine schmerzhafte Drehung des Unterarms passen zum Speichenköpfchenbruch. War das Gelenk ausgerenkt, bleiben oft Steife und Unsicherheit zurück — dazu die Seiten zur Ellbogenluxation und zur Ellbogeninstabilität.

Taubheit in Ring- und Kleinfinger

Kribbeln, pelzige Finger und ein nachlassender Griff, oft nachts oder bei gebeugtem Arm, sprechen für ein Sulcus-ulnaris-Syndrom, die Einengung des Nervus ulnaris am Ellbogen. Schlafen dagegen Daumen, Zeige- und Mittelfinger ein, führt der Weg zum Karpaltunnelsyndrom.

Plötzlicher Kraftverlust beim Heben

Ein hörbarer Riss beim Anheben einer Last, ein Bluterguss in der Ellenbeuge und Kraftverlust beim Auswärtsdrehen deuten auf einen Riss der distalen Bizepssehne; Einzelheiten stehen auf der Seite zur distalen Bizepssehne. Seltener reißt die Trizepssehne, meist im Kraftsport — nachzulesen beim Trizepssehnenriss.

So stelle ich die Diagnose

Am Anfang steht das Gespräch über Beginn, Auslöser, Beruf und Sport. Danach untersuche ich klinisch: Ich taste Sehnenansätze, Gelenkspalten und den Nervus ulnaris ab, messe die Beweglichkeit im Seitenvergleich und prüfe die Seitenbänder. In der Ordination steht mir der Ultraschall zur Verfügung; er zeigt Sehnen, Erguss und den Nerv in Bewegung. Bei Bedarf veranlasse ich Röntgen oder MRT außer Haus, bei Nervenbeschwerden eine neurologische Nervenmessung. Einen Überblick gibt die Seite zum Ellbogenspezialisten in Wien.

Wann eine rasche Abklärung wichtig ist

Nicht abwarten sollten Sie bei sichtbarer Fehlstellung nach einem Sturz, bei einem Gelenk, das sich kaum bewegen lässt, bei plötzlichem Kraftverlust mit hörbarem Riss, bei zunehmender Taubheit sowie bei Rötung, Überwärmung und Fieber. Akute Fälle sehe ich auch außerhalb der Ordinationszeiten.

Behandlung: der Befund entscheidet

Behandelt wird die Ursache. Bei gereizten Sehnenansätzen ändere ich zuerst die auslösende Belastung: Griffhaltung, Werkzeug, Trainingsumfang. Dazu kommt Physiotherapie mit Aufbau der Unterarmmuskulatur; sie findet im Orthozentrum Döbling im Haus statt. In der Ordination stehen mir die Stoßwellentherapie in fokussierter und radialer Form, die ultraschallgestützte Infiltration, die Magnetfeldtherapie und die Eigenblut-Therapie (PRP) zur Verfügung. Bei Bewegungsverlust steht die Bewegungstherapie im Vordergrund. Anders liegt der Fall bei einer frisch gerissenen Sehne, einer instabilen Luxation oder einem verschobenen Bruch: Hier spreche ich die Operation früh an, statt erst den konservativen Weg auszuschöpfen. Ziel ist in jedem Fall, den Schmerz zu lindern und die Funktion des Ellbogens wiederherzustellen.

Wenn eine Operation nötig ist

Bleiben die Beschwerden bestehen oder zeigt der Befund einen Schaden, der nicht von selbst ausheilt, bespreche ich den operativen Weg. Vieles lässt sich über die Ellbogenarthroskopie lösen: die Arthrolyse (Lösen der Vernarbungen), das Abtragen störender Knochenvorsprünge und die Entfernung freier Gelenkskörper. Offen operiere ich bei der Bandrekonstruktion, der Befreiung des Nervus ulnaris und bei Brüchen. Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom Befund ab — besprochen und entschieden wird sie gemeinsam, wenn alle Ergebnisse vorliegen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Ellbogenschmerzen

Sinnvoll ist eine Untersuchung, wenn der Schmerz über Wochen bleibt, bei jeder Belastung wiederkehrt oder die Streckung nachlässt. Rasch abklären lassen sollten Sie eine Fehlstellung nach einem Sturz, einen plötzlichen Kraftverlust mit hörbarem Riss, zunehmende Taubheit der Finger sowie Rötung, Überwärmung und Fieber.

Meist eine Epicondylitis lateralis (Tennisarm): Der Sehnenansatz der Handstrecker am äußeren Knochenvorsprung ist gereizt. Typisch sind ein tastbarer Druckpunkt und Schmerz beim kräftigen Zugreifen. Seltener stecken freie Gelenkskörper, ein Knorpelschaden oder eine gereizte Sehne am Speichenköpfchen dahinter. Untersuchung und Ultraschall grenzen das ein.

Ein Streckdefizit entsteht, wenn die Gelenkkapsel nach einer Verletzung vernarbt, wenn knöcherne Anbauten aneinander anstoßen oder wenn ein freier Gelenkskörper klemmt. Auch ein Erguss blockiert die Endstreckung. Weil der Ellbogen zur Steife neigt, kläre ich eine anhaltende Bewegungseinschränkung ab, statt sie zu beobachten.

Kribbeln oder Taubheit in Ring- und Kleinfinger deuten auf eine Einengung des Nervus ulnaris am Ellbogen hin, das Sulcus-ulnaris-Syndrom. Auffällig wird es oft nachts oder bei lange gebeugtem Arm, später kommt Kraftverlust der Hand dazu. Schlafen Daumen, Zeige- und Mittelfinger ein, liegt die Engstelle eher im Karpaltunnel.

Das richtet sich nach der Ursache. Bei gereizten Sehnenansätzen setze ich Stoßwellentherapie, ultraschallgestützte Infiltration, Magnetfeldtherapie und die Eigenblut-Therapie (PRP) ein, dazu Physiotherapie und eine Anpassung der Belastung. Bei Steife steht die Bewegungstherapie im Vordergrund, bei Nervenbeschwerden die Entlastung des Nervs.

Wenn der Befund es verlangt oder die konservative Behandlung nicht trägt. Das gilt etwa für einen verschobenen Bruch, eine gerissene Sehne, eine wiederkehrende Instabilität, einen eingeengten Nerv oder eine Steife durch Vernarbungen. Vieles davon behandle ich arthroskopisch, manches offen. Befund, Alter und Beruf fließen ein.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Bei Operationen ist eine Direktverrechnung mit der Zusatzversicherung möglich.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

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Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

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