Ultraschalluntersuchung in Wien

Sehnen, Bänder, Schleimbeutel und Nerven lassen sich im Ultraschall unmittelbar betrachten — und zwar während sie sich bewegen. Die Untersuchung gehört bei mir zum Termin und nicht zu einem zweiten Weg an eine andere Adresse. Sie ist ein Untersuchungsverfahren, keine Behandlung.

Kurz gesagt

Der Ultraschall (Sonografie) ist ein diagnostisches Verfahren. Er stellt Weichteile dar: Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Schleimbeutel, Muskeln, Nerven und Flüssigkeit im Gelenk. Den Knochen sieht er nur an der Oberfläche, in das Innere des Gelenks blickt er nicht — dafür braucht es Röntgen oder MRT, die ich außer Haus veranlasse. Sein großer Vorteil liegt in der Untersuchung unter Bewegung und im Vergleich mit der gesunden Seite. Er steht in der Ordination sofort zur Verfügung, kommt ohne Strahlung aus und führt zusätzlich die Nadel bei einer Infiltration.

Ein diagnostisches Verfahren, keine Therapie

Diese Seite steht unter den Therapien, beschreibt aber kein Behandlungsverfahren. Der Ultraschall behandelt nichts. Er erhebt einen Befund: Er zeigt, welche Struktur gereizt, verdickt, eingerissen oder verschoben ist — und er führt die Nadel, wenn danach infiltriert wird. Was tatsächlich behandelt, steht im Überblick der konservativen Verfahren.

Was der Ultraschall zeigt

Der Schallkopf sendet hochfrequente Schallwellen in das Gewebe und misst, was zurückkommt. Weichteile stellt er dabei fein aufgelöst dar — also genau jene Strukturen, die an Schulter, Ellbogen und Hand die meisten Beschwerden verursachen:

  • Sehnen — Verdickung, Auffaserung, Teilriss oder durchgehender Riss, etwa an der Rotatorenmanschette. Näheres zum Rotatorenmanschettenriss.
  • Kalkeinlagerungen in einer Sehne, samt Lage und Ausdehnung — die Grundlage für die Behandlung der Kalkschulter.
  • Schleimbeutel — Verdickung und Flüssigkeit als Zeichen eines Reizzustands.
  • Sehnenscheiden — Flüssigkeitssaum und Verdickung des Ringbands, etwa beim schnellenden Finger.
  • Bänder — ob sie durchgehend sind und ob das Gelenk unter Zug aufklappt.
  • Nerven — Verlauf und Kaliberschwankung, etwa des Nervus medianus (Mittelnerv) im Karpaltunnel oder des Nervus ulnaris (Ellennerv) am Ellbogen.
  • Erguss im Gelenk sowie Unregelmäßigkeiten an der Knochenoberfläche.

Was er nicht zeigt

Ebenso wichtig ist die Kehrseite. Schall dringt nicht durch Knochen. Alles, was hinter der Knochenoberfläche liegt, bleibt verborgen: das Innere des Knochens, der Verlauf eines Bruchs in der Tiefe und der Knorpel in den Gelenkanteilen, die von außen nicht einsehbar sind. Auch die Gelenklippe (Labrum) an der Schulter und Bänder im Gelenkinneren entziehen sich ihm weitgehend.

Dafür gibt es andere Verfahren. Ein Röntgenbild zeigt Knochen, Achsen und Gelenkspalt. Ein MRT zeigt Knorpel, Knochenmark und die Strukturen im Inneren des Gelenks. Beides veranlasse ich, wenn der Befund es verlangt; im Haus habe ich es nicht. Der Ultraschall grenzt vorher ein, was noch zu klären bleibt — so wird die weitere Bildgebung gezielt angefordert und nicht auf Verdacht.

Der Vorteil: Untersuchung in Bewegung

Der eigentliche Gewinn zeigt sich erst, wenn der Arm sich bewegt. Röntgen und MRT halten einen Moment fest; der Ultraschall läuft mit. Ich sehe, wie die Sehne unter dem Schulterdach gleitet und ob sie dabei anstößt, wie die Beugesehne am Ringband hakt, ob ein Band unter Zug nachgibt, ob sich eine gerissene Sehne bei angespanntem Muskel zurückzieht. Manche Befunde entstehen überhaupt erst in der Bewegung — im Stillstand wären sie unauffällig.

Dazu kommt der Vergleich mit der gesunden Seite. Sie liegt gleich daneben und liefert den Maßstab dafür, was bei Ihnen selbst normal ist. Ich untersuche dabei nicht stumm: Sie sehen das Bild mit, und ich zeige Ihnen die Struktur, um die es geht.

Sofort verfügbar, ohne Strahlung

Der Ultraschall steht in meinen Ordinationsräumen. Untersuchung und Befund liegen im selben Termin — Sie müssen dafür weder an eine andere Adresse fahren noch auf einen zweiten Termin warten. Röntgenstrahlung entsteht nicht, ein Kontrastmittel braucht es nicht, und die Untersuchung lässt sich im Verlauf beliebig oft wiederholen. Vorbereiten müssen Sie nichts; ein Gel auf der Haut genügt, und der Schallkopf wird nur aufgelegt.

Ultraschall führt die Nadel

Der zweite Einsatz liegt in der Behandlung. Bei einer Infiltration verfolge ich die Nadel im Bild vom Einstich bis zum Ziel und sehe, wo ihre Spitze liegt; Näheres dazu auf der Seite zur ultraschallgestützten Infiltration. Dasselbe gilt, wenn plättchenreiches Plasma eingebracht wird — siehe Eigenbluttherapie (PRP) — und wenn ich vor der fokussierten Stoßwellentherapie den Zielpunkt festlege.

Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Was der Ultraschall in Ihrem Fall klären kann und welche weitere Bildgebung sinnvoll ist, entscheide ich gemeinsam mit Ihnen nach der Untersuchung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Ultraschall

Nein. Der Ultraschall ist ein diagnostisches Verfahren: Er erhebt einen Befund und behandelt nichts. Zwei Aufgaben hat er in meiner Ordination — er zeigt, welche Struktur betroffen ist, und er führt die Nadel, wenn danach infiltriert wird.

Weichteile: Sehnen mit Verdickung, Auffaserung oder Riss, Kalkeinlagerungen in einer Sehne, gereizte Schleimbeutel, Sehnenscheiden, Bänder, Muskeln und Nerven. Dazu Flüssigkeit im Gelenk und Unregelmäßigkeiten an der Knochenoberfläche. Genau diese Strukturen verursachen an Ellbogen, Schulter und Hand die meisten Beschwerden.

Schall dringt nicht durch Knochen. Das Innere des Knochens, der Verlauf eines Bruchs in der Tiefe und der Knorpel in den nicht einsehbaren Gelenkanteilen bleiben verborgen; auch die Gelenklippe an der Schulter und Bänder im Gelenkinneren entziehen sich ihm weitgehend. Dafür braucht es Röntgen oder MRT.

Nein, die Verfahren zeigen Unterschiedliches. Bei Sehnen, Schleimbeuteln und Nerven kommt der Ultraschall oft weit, und er zeigt sie in Bewegung; Röntgen und MRT halten einen Moment fest. Geht es um Knorpel, Knochenmark oder Strukturen im Inneren des Gelenks, veranlasse ich ein MRT außer Haus.

Dass ich untersuche, während der Arm sich bewegt. Ich sehe, wie die Sehne unter dem Schulterdach gleitet, wie die Beugesehne am Ringband hakt oder ob ein Band unter Zug nachgibt. Manche Befunde entstehen erst in der Bewegung; auf einem Standbild wären sie unauffällig.

Röntgenstrahlung entsteht nicht, ein Kontrastmittel wird nicht gegeben. Der Schallkopf wird mit Gel aufgelegt; das Gel ist kühl, mehr passiert nicht. Über einer stark druckempfindlichen Stelle kann das Aufsetzen kurz wehtun — sagen Sie es mir dann, ich schalle behutsamer.

Nein. Nüchtern sein müssen Sie nicht, und eine Überweisung braucht es nicht. Praktisch ist Kleidung, die Schulter und Arm freilegen lässt. Bringen Sie bitte mit, was Sie an Vorbefunden und Bildern haben — Arztbriefe, Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen.

Er zeigt, wo die Nadelspitze liegt. Ich verfolge die Nadel im Bild vom Einstich bis zum Ziel und sehe, wie sich das Mittel verteilt. So erreicht es die Struktur, um die es geht, und was daneben liegt, bleibt geschont. Dasselbe gilt für das Einbringen von plättchenreichem Plasma.

Dr. med. Martin Eigenschink

Dr. med. Martin Eigenschink

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Spezialist für Ellbogen-, Schulter- und Handchirurgie

Operative und konservative Behandlung an Ellbogen, Schulter und Hand, bevorzugt minimalinvasiv. Ordination im Orthozentrum Döbling, 1190 Wien. Mehr über meinen Werdegang

Weiterführend

Das könnte Sie auch betreffen

Termin buchen

Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Martin Eigenschink, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Wien.

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung im Einzelfall. Medizin entwickelt sich ständig weiter — trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden.

Anrufen Termin buchen