Handschmerzen in Wien
Die Hand ist im Alltag ununterbrochen im Einsatz. Schmerzen an Daumen, Handgelenk oder Fingern fallen deshalb sofort auf. Hier ordne ich die häufigsten Ursachen nach Ort und Auslöser und zeige, wie ich sie in meiner Ordination in Wien-Döbling abkläre.
Kurz gesagt
Hinter Handschmerzen stecken häufig verschlissene Gelenke, gereizte Sehnen, eingeengte Nerven, gerissene Bänder, ein Ganglion oder ein Bruch nach einem Sturz. Wo und wobei es weh tut, grenzt die Ursache bereits ein. Ich beginne mit Gespräch und klinischer Untersuchung, ergänze in der Ordination den Ultraschall und veranlasse bei Bedarf Röntgen, MRT oder eine Nervenmessung. Der Befund entscheidet den Weg: Reizzustände und Verschleiß behandle ich meist konservativ; ein instabiles Band nach frischem Riss, eine durchtrennte Sehne, eine ausgerissene Beugesehne, ein instabiler Bruch, ein Bruch mit verschobener Gelenkfläche und ein eingeengter Nerv mit deutlichem Ausfall sprechen dagegen früh für die Operation.
Mögliche Ursachen von Handschmerzen
Die Sortierung nach Ort und Auslöser ersetzt keine Untersuchung, hilft aber beim Einordnen.
Schmerz im Daumen beim Greifen und Drehen
Schmerzen am Daumengrund beim Öffnen einer Flasche, beim Drehen des Schlüssels oder beim festen Zufassen sprechen für eine Rhizarthrose (Arthrose des Daumensattelgelenks); dazu passen Kraftverlust im Zangengriff und Druckschmerz über dem Gelenk. Sitzt der Schmerz dagegen an der Daumenseite des Handgelenks und verstärkt er sich beim Bewegen des Daumens, kommt eine Sehnenscheidenentzündung infrage, die Tendovaginitis de Quervain. Bleibt der Daumen in der Schlaufe des Skistocks hängen oder wird er beim Ballsport abgespreizt, kann das Seitenband am Daumengrundgelenk reißen: der Skidaumen.
Schmerz an der Kleinfingerseite des Handgelenks
Nehmen die Schmerzen beim Aufstützen oder Drehen der Hand zu, ist häufig der TFCC (Diskus triangularis), der Bandkomplex zwischen Elle und Handwurzel, verletzt oder verschlissen. Ebenso infrage kommt eine im Verhältnis zur Speiche zu lange Elle: das Ulna-Impaction-Syndrom.
Ein Finger schnappt oder blockiert
Bleibt ein Finger beim Beugen oder Strecken hängen und springt dann mit einem Ruck durch, liegt meist eine Engstelle am Ringband vor: der schnellende Finger (Tendovaginitis stenosans). Eine derbe Strangbildung in der Hohlhand, die einen Finger zunehmend krumm zieht, spricht dagegen für einen Morbus Dupuytren.
Eine pralle Vorwölbung am Handgelenk
Wölbt sich am Handgelenk eine pralle Kugel vor, steckt meist ein Ganglion dahinter, im Alltag Überbein genannt. Es geht von der Gelenkkapsel aus.
Finger schlafen nachts ein
Schlafen Daumen, Zeige- und Mittelfinger nachts ein, ist das ein klassisches Zeichen für ein Karpaltunnelsyndrom, eine Einengung des Nervus medianus. Betrifft die Taubheit Ring- und Kleinfinger, liegt meist ein Sulcus-ulnaris-Syndrom vor, eine Einengung des Nervus ulnaris am Ellbogen.
Schmerzen nach einem Sturz auf die Hand
Nach einem Sturz auf die ausgestreckte Hand steht der Speichenbruch (distale Radiusfraktur) an erster Stelle. Bleibt der Druckschmerz an der Daumenseite, denke ich an einen Kahnbeinbruch, der im ersten Röntgen oft nicht sichtbar ist. Halten Schmerzen mittig am Handrücken und ein Gefühl von Unsicherheit an, kann das SL-Band zwischen Kahnbein und Mondbein gerissen sein. Nach einem Anprall kommen Finger- und Mittelhandbrüche infrage.
Schmerzhafte, verdickte Gelenke an Hand und Fingern
Anlaufschmerz, also Schmerz bei den ersten Bewegungen nach einer Ruhephase, und harte Knoten an den Fingergelenken sprechen für eine Arthrose an Handgelenk und Fingern. An den Fingern tritt sie familiär gehäuft auf, am Handgelenk steckt häufig eine alte Verletzung dahinter. Schwellen mehrere Gelenke gleichzeitig an, ist eine internistische Abklärung sinnvoll.
Wann Handschmerzen rasch abgeklärt gehören
Die meisten Handschmerzen dürfen in Ruhe abgeklärt werden — bei diesen Zeichen nicht:
- Fehlstellung oder starke Schwellung — nach Sturz oder Anprall, besonders mit Bluterguss.
- Finger lässt sich aktiv nicht strecken oder beugen — Hinweis auf eine Sehnenverletzung.
- Zunehmende Taubheit oder nachlassende Kraft — beim Zugreifen und Halten.
- Rötung, Überwärmung, Fieber — vor allem nach Stich-, Schnitt- oder Bissverletzung.
- Druckschmerz an der Daumenseite nach einem Sturz — auch bei unauffälligem erstem Röntgen.
Bei einer Fehlstellung nach einem Sturz oder Anprall, bei einer Biss- oder tiefen Stichwunde, bei jeder Wunde mit Bewegungs- oder Gefühlsausfall und bei Rötung oder Überwärmung mit Fieber, nach einer Verletzung auch ohne Fieber, fahren Sie bitte umgehend in eine Unfallambulanz. Bei den übrigen Zeichen melden Sie sich bitte rasch telefonisch über das Orthozentrum Döbling unter 01 2080145 (Mo – Fr 9:00 – 16:00); für akute Fälle gibt es Termine auch außerhalb der Ordinationszeiten. Außerhalb der Telefonzeiten erreichen Sie mich per E-Mail an ordination@ortho-eigenschink.at.
So kläre ich Handschmerzen ab
Am Anfang steht das Gespräch: seit wann, wobei, wo genau, welche Belastung im Beruf und im Sport. Danach untersuche ich klinisch — Beweglichkeit, Druckpunkte, Kraft, Gefühl und Stabilität im Seitenvergleich. In der Ordination beurteile ich mit dem Ultraschall Sehnen, Sehnenscheiden, Nerven und Ganglien auch in Bewegung. Röntgen, MRT und Nervenmessung veranlasse ich bei Bedarf; sie finden nicht im Haus statt, die Befunde bespreche ich danach mit Ihnen.
Eine Überweisung brauchen Sie nicht. Meine Ordination ist eine Wahlarztordination. Ich verrechne mit keiner Krankenkasse direkt; Sie erhalten eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Kasse ein — auf Wunsch übernehme ich die Einreichung für Sie. Mehr dazu auf der Seite zur Abrechnung als Wahlarzt.
Behandlung: der Befund entscheidet
Welche Behandlung passt, hängt an der Diagnose. Bei Reizzuständen und Verschleiß gehe ich meist gleich vor: Belastung anpassen, gezielt behandeln, wieder aufbauen.
- Schiene und angepasste Belastung — Nachtschiene bei Nervenbeschwerden, Daumenorthese bei Rhizarthrose.
- Physiotherapie und Trainingstherapie — im Orthozentrum Döbling im selben Haus.
- Ultraschallgestützte Infiltration — unter Sicht genau dorthin, wo die Reizung sitzt.
- Stoßwellentherapie — fokussiert und radial, bei gereizten Sehnenansätzen.
- Eigenblut-Therapie (PRP) — aufbereitetes Eigenblut, ultraschallgestützt injiziert.
- Magnetfeldtherapie — als begleitende Maßnahme.
Wenn eine Operation nötig ist
Bleiben die Beschwerden bestehen oder spricht der Befund früh für einen Eingriff, bespreche ich mit Ihnen den operativen Weg. Wo es sinnvoll ist, arbeite ich minimalinvasiv: Mit der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) versorge ich Bandverletzungen im Handgelenk und Verletzungen des TFCC über kleine Zugänge; weitere Operationen an der Hand, etwa die Befreiung des Nervus medianus beim Karpaltunnelsyndrom, zeigt die Seite zur Handchirurgie in Wien. Notwendige Eingriffe führe ich in der ATOMOS Klinik Währing, der Privatklinik Döbling oder im Rudolfinerhaus durch und begleite Sie von der Planung über den Eingriff bis zur Nachsorge. Ob operiert wird, entscheiden wir gemeinsam nach Befund.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Handschmerzen
Sinnvoll ist eine Abklärung, wenn die Beschwerden anhalten, immer wiederkehren oder den Alltag einschränken. Rasch abklären lassen sollten Sie Schmerzen und Schwellung nach einem Sturz, zunehmende Taubheit, nachlassende Kraft und einen Finger, der sich aktiv nicht mehr strecken oder beugen lässt. Bei einer Fehlstellung nach einem Sturz oder Anprall, bei einer Biss- oder tiefen Stichwunde, bei jeder Wunde mit Bewegungs- oder Gefühlsausfall und bei Rötung oder Überwärmung mit Fieber, nach einer Verletzung auch ohne Fieber, fahren Sie bitte umgehend in eine Unfallambulanz.
Schlafen Daumen, Zeige- und Mittelfinger nachts ein, spricht das für eine Einengung des Nervus medianus im Karpaltunnel. Viele Patientinnen und Patienten wachen mit Kribbeln auf und schütteln die Hand aus. Betrifft das Gefühl dagegen Ring- und Kleinfinger, ist meist der Nervus ulnaris am Ellbogen eingeengt. Untersuchung und Nervenmessung trennen die beiden Bilder.
Schmerzen beim Aufstützen und beim Drehen der Hand sitzen häufig an der Kleinfingerseite des Handgelenks. Dort liegt der TFCC, der Bandkomplex zwischen Elle und Handwurzel; ist er verletzt, macht das genau diese Beschwerden, ebenso eine zu lange Elle beim Ulna-Impaction-Syndrom. Ein Riss des SL-Bandes zwischen Kahnbein und Mondbein schmerzt dagegen eher mittig am Handrücken. Auch beginnender Gelenkverschleiß kommt infrage. Ultraschall, Röntgen und bei Bedarf ein MRT grenzen die Ursache ein.
Am Anfang stehen Gespräch und klinische Untersuchung mit Prüfung von Beweglichkeit, Druckpunkten, Kraft und Gefühl. In der Ordination ergänze ich den Ultraschall und beurteile damit Sehnen, Sehnenscheiden, Nerven und Ganglien auch in Bewegung. Bei Verdacht auf Bruch oder Verschleiß veranlasse ich ein Röntgen, bei Bandfragen ein MRT, bei Nervenbeschwerden eine Nervenmessung.
Das entscheidet der Befund. Ein instabiles Band nach frischem Riss, eine durchtrennte Sehne, eine ausgerissene Beugesehne, ein instabiler Bruch, ein Bruch mit verschobener Gelenkfläche und ein eingeengter Nerv mit deutlichem Ausfall sprechen früh für die Operation. Bei Reizzuständen und Verschleiß beginne ich meist mit Schiene, angepasster Belastung, Physiotherapie und je nach Befund mit ultraschallgestützter Infiltration, Stoßwelle oder Eigenblut-Therapie.
Bringen Sie alles Vorhandene mit: e-card, Vorbefunde, Arztbriefe sowie Röntgen-, CT- und MRT-Bilder, auch ältere. Die Unterlagen helfen mir, den Verlauf einzuordnen. Eine Überweisung brauchen Sie nicht. Termine vereinbaren Sie telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr oder per E-Mail; die Ordinationszeiten selbst sind nach Vereinbarung.
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